Liebe Leserinnen und liebe Leser,

eine Frage stellen in letzter Zeit auffallend viele Patienten in der ärztlichen Praxis:
„Was verdienen Ärzte?“

Die Informationen in den unterschiedlichen Medien tragen wohl kaum zu einem einheitlichen Meinungsbild bei. Um klarer zu sehen, genügt häufig ein Wechsel der Blickrichtung, denn es geht um viel Geld – und, was noch wichtiger ist, es geht um Ihre Gesundheit! Und es geht um „Ideologie“ und „Macht“: „Was darf Gesundheit kosten?“ Aber auch um die bange Frage: „Wie viel Arzt braucht der Mensch?“
Nachfolgend meine Antworten auf die Frage. Was verdienen Ärzte?

Ihr Arzt verdient mehr Freiheit in Diagnostik und Therapie:
Damit er seine medizinische Kompetenz voll nutzen kann, als Spezialist für Kranke und unabhängiger Berater für Gesunde – ohne Kompromisse – und das von der Vorsorge bis zur Nachsorge.

Ihr Arzt verdient mehr Anerkennung durch ein attraktives Vergütungssystem.
Wir haben viele gute Ärzte. Sie sollten ein Einkommen verdienen, das ihre ganze Leistung honoriert.

Ihr Arzt verdient bessere Möglichkeiten zur gezielten Weiterbildung.
Damit sein Wissen und Können jederzeit auf dem Laufenden bleibt und er der Entwicklung auf dem Gesundheitsmarkt immer einen Schritt voraus ist.

Ihr Arzt verdient mehr aktive Unterstützung statt bremsender Strukturen.
Damit er sich ganz auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann. Was zuweilen fehlt, ist die Unterstützung durch Politik und eine Atmosphäre, die den ärztlichen Beratungszielen und den Menschen zugute kommt.
Ärzte leisten mehr für Ihre Gesundheit als Ihre Krankenkasse zahlt. Der ärztliche Versorgungsauftrag beschränkt sich nicht auf die wirtschaftlichen, angemessenen, notwendigen und zweckmäßigen Leistungen, die Ihre gesetzlichen Krankenkassen zahlen.

Verantwortung ist immer etwas Erwachsenes.

Manchmal lässt sich ein kleines Problem am besten mit großer Fürsorge und Anteilnahme lösen. Und ein großes, mit klar überlegtem medizinischen Verstand. Der engagierte Arzt macht da keinen Unterschied: Für ihn ist jedes Problem gleich wichtig.
In seiner aus Fachkenntnis und Erfahrung gewachsenen Hilfe sieht der Arzt seine Aufgabe nicht nur darin, die richtigen Medikamente zur Genesung zu finden, sondern auch Wegbegleiter zu sein, oftmals mit einem ganz speziellen Einfühlungsvermögen.

Der Arzt spürt mehr als jede Technik.

Moderne Diagnosetechnik ist notwendig: Sie gibt dem Arzt schnell das zuverlässige Bild von der Krankheit, vom erkrankten Organ. Eine rasche und sichere Diagnose erspart Leiden. Das ist es, was den Aufwand und die Kosten lohnt. Doch der erfahrene Arzt spürt mehr als jede Technik. Krankheit kann nicht isoliert gesehen werden. Ihr Arzt weiß das. Anstatt sich nur auf Messdaten zu verlassen, verbindet er die technische Diagnostik mit seiner medizinischen Erfahrung und folgert daraus die richtige Therapie. Die Daten, die die Technik zur Verfügung stellt, sind lediglich Grundlage für seine Entscheidung. Und kein Ersatz für die Verantwortung. Es gibt gewiss leichteres als Arzt zu werden: Auf (mindestens) 13 Jahre Schule folgen sechs und mehr Jahre an der Universität. Und reichlich Zeit als Assistenz-Arzt. Dann – irgendwann – wird der Arzt „erwachsen“, fühlt sich „reif“ für eine eigene Praxis. Praktisch mit null Kapital, dafür aber jeder Menge Wissen und Wollen, Menschen zu helfen. Und daneben darf er nicht aufhören, sich weiterzubilden, um die Menschen besser und menschlicher versorgen zu können. Um Arzt zu sein, hat es eben schon immer eines besonderen Engagements bedurft.
Kaum ein Beruf wird so gern in Klischees geschildert wie der Arztberuf. In Fernsehserien, Romanen: Klischees von allen Seiten. Doch wahrer werden sie dadurch gewiss nicht. Im Gegenteil: Solches Denken schadet allen, Ärzten wie Patienten. Die Praxis sieht etwas anders aus. Denn der gewissenhafte Arzt, der sich Zeit nimmt für das Gespräch, für seine Weiterbildung, für den Notfall und für dringend nötige Hausbesuche, der ist kein Thema für romantische Romane oder die Skandalpresse. Für unsere Gesundheit dagegen ist er unverzichtbar.

Notfälle halten sich nicht an Sprechstundenzeiten.

Sie kommen für den Betroffenen ungelegen – manchmal auch für den Arzt. Hausärzte sind für die ganze Familie da und das rund um die Uhr. Sie stellen die Klingel nicht ab, drehen sich nicht noch einmal gemütlich auf die andere Seite. Das kann manchmal (über-) fordern.
Nacht für Nacht sind in Deutschland über Tausend Ärzte unterwegs, um Menschen zu helfen. Ohne Gesundheit nach der Stechuhr zu verschreiben. Das halten Ärzte so: Jetzt und in der Zukunft. An unser aller Gesundheit dürfen wir nicht sparen.
Ihr Arzt ist Mediziner aus Berufung.
Danke für Ihr Vertrauen!


Für Ihre Gesundheit
alles Gute wünscht
Ihr Wolfgang Woynar

Herzlichst Ihr Wolfgang Woynar


Die Atemwegserkrankung Asthma: Tipps zum Umgang mit der Krankheit


Obwohl Asthma, chronische Bronchitis und Emphysem ganz unterschiedliche Atemwegserkrankungen sind, haben sie eines gemeinsam: „Man kriegt schlecht Luft“. Alle drei Krankheiten sind chronische Erkrankungen, das heißt sie bleiben meist lebenslange Begleiter.
Das Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege. Infolge der Verengung der Atemwege führt das zu Anfällen von Luftnot. Es besteht eine Überempfindlichkeit der Bronchien (Hyperreagibilität).
Die Ausprägung der Asthmaattacken kann sehr unterschiedlich sein – von leichten, einige Minuten dauernden Atemnot- Episoden bis hin zu lebensbedrohlichen Anfällen.
Beim Asthmaanfall kommt es zu Veränderungen, die die Atemwege verengen: Die Muskeln der Bronchien verkrampfen sich, die Bronchialschleimhaut schwillt entzündlich an, und es bildet sich ein zäher Schleim, der sich nur mit Mühe abhusten lässt.
Diese Veränderungen führen dazu, dass der Durchmesser der Bronchien stark einengt ist und deshalb bedrängende Atemnot entsteht.
Ursache der Anfallsweise auftretenden Atemnot ist ein überempfindliches Bronchialsystem:
Reize, die ein gesunder Mensch gut toleriert (wie körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch), können beim Asthmatiker zur akuten Atemnot führen. Bei rund 90 Prozent der Asthmatiker spielt eine Allergie zum Beispiel auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, eine ursächlich wichtige Rolle.
Nach offiziellen Angaben haben in Deutschland etwa vier Millionen Menschen Asthma. Die Symptome können stark variieren, typischerweise wechseln sich Krankheitsschübe und beschwerdefreie Phasen ab.
Auch bei geringen Beschwerden ist der Arztbesuch wichtig, denn unbehandelt können die Atemprobleme fortschreiten und zu Spätschäden (Lungenemphysem) führen.

Haben Sie Asthma-Beschwerden?

Fühlen Sie gelegentlich eine gewisse Enge in der Brust oder kommt es auch vor, dass Sie pfeifende, rasselnde oder quietschende Geräusche beim Atmen hören?
Wachen Sie gelegentlich nachts auf und müssen husten und/oder bekommen Sie schlecht Luft?
Meiden Sie Zigarettenrauch, intensive Essensgerüche, kalte Luft oder abgasbelastete Straßen, weil Sie schlecht Luft bekommen oder husten müssen?
Müssen Sie niesen, husten oder bekommen Sie schlechter Luft in der Nähe von Tieren? Ebenso, wenn im Frühjahr Gräser, Büsche oder Bäume blühen? Oder auch, wenn Sie Staub saugen oder die Betten ausschütteln?
Vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten, weil Sie Ihnen schwer fallen und Husten auslösen?
Werden Sie trotz Asthma-Behandlung nachts häufiger durch Husten oder Atemnot wach?
Haben Sie, obwohl Sie Ihre Medikamente wie verschrieben regelmäßig einnehmen, den Eindruck, dass Sie öfter als einmal im Monat deutliche Beschwerden bis hin zur Atemnot haben?
Merken Sie, dass sich die Beschwerden in letzter Zeit trotz Behandlung wieder verstärken?
Mussten Sie wegen akuter Symptome in letzter Zeit in das Krankenhaus oder zum Notarzt?
Haben Sie in letzter Zeit Ihr Bedarfs-/Notfallmedikament vermehrt einnehmen müssen (mehr als viermal pro Tag)?
Falls Sie selber Peak-Flow-Messungen durchführen: Weisen speziell Ihre morgendlichen Werte starke Schwankungen auf?

Wenn Sie auch nur einmal mit „Ja“ antworten, sollten Sie unverzüglich Ihren Hausarzt aufsuchen!

Tipps zum Umgang mit Asthma

Wenden Sie bitte Medikamente immer richtig und regelmäßig an.
Lassen Sie ärztliche Untersuchungen (Lungenfunktionsmessungen/ Laborkontrollen) regelmäßig durchführen.
Seien Sie aufmerksam, aber nicht ängstlich und erkennen Warnsignale: „Welche Umstände führen zur Verschlechterung des Befindens?“
Meiden Sie Auslöser und Atemnotsituationen. (Zigarettenrauch, kalte Nebeltage)
Belastungen begrenzen: Legen Sie Pausen zum „seelischen Luftholen“ ein.
Optimismus, Ausgeglichenheit und der Glaube an die eigenen Kräfte können zu einer deutlichen Verbesserung führen.
Bereiten Sie sich auf Notfallsituationen vor: Asthma - Notfallplan aufstellen.
Mit Atemnot richtig umgehen: führen Sie Atemgymnastik durch.
Treiben Sie Sport treiben: regelmäßige körperliche Betätigung stärkt die Atmung und trainiert die Muskulatur.
Nutzen Sie Urlaubszeit zum Entspannen: „Aufatmen!“.


Wie entsteht eine Allergie?


Die Körperabwehr von Allergikern neigt leider zu Übertreibungen. Sie stuft zum Beispiel Erdnüsse, Pollen oder Tierhaare als feindliche Objekte ein und rüstet mit allen Mitteln der Abwehr gegen sie auf.

Die Folge: Die Polizisten des Immunsystems, die Lymphozyten, bilden Antikörper vom Typ „IgE“. Diese Antikörper heften sich an die Mastzellen in den Schleimhäuten der Atemwege und des Magen-Darm Kanals. Das Immunsystem ist sensibilisiert und hält nun Allergene für vermeintliche Feinde. Trifft ein Allergen auf einen Antikörper, löst dieser in der zugehörigen Mastzelle Alarm aus. Sie schüttet Botenstoffe wie Histamin aus, die in Mund, Magen, Hals, Herz oder Hirn zu allergischen Symptomen führen. Unter Pseudoallergien verstehen wir Erkrankungen, bei der die Symptome denen einer Allergie ähneln, die Abläufe im Körper jedoch völlig andere sind. Nahrungsmittelzusätze oder Arzneimittel führen bei diesen Menschen zu lebensgefährlichen Reaktionen.

Allergieformen

Pollenallergie, genannt „Heuschnupfen“- Allergen: Blütenstaubkörner

Hausstauballergie - Allergen: Kot der Hausstaubmilbe

Nahrungsmittelallergie - Allergen: Meist Eiweiße

Schimmelpilzallergie - Allergen: Schimmelpilzsporen

Insektenstichallergie - Allergen: Eiweiße des Insektengifts

Tierhaarallergie - Allergen: Tiereiweiße

Kontaktallergie - Allergen: Metalle, Umweltchemikalien


Wenn möglich: Allergene meiden!


Gegen Heuschnupfen wehren?

Empfohlene Gegenmaßnahmen bei Heuschnupfen:
Häufig duschen, täglich Haare waschen vor dem Zubettgehen
Schlafzimmerfenster geschlossen halten
Pollenfilter im Auto
Psychischen und körperlichen Stress vermeiden
Täglicher Blick in die NORDSEE-ZEITUNG wegen der aktuellen Pollenflugvorhersage.
In Apotheken oder auch bei Ärzten sind zudem Pollenflug- Kalender erhältlich.
Kleinkinder (bis drei Jahre) sollten nicht mit Haustieren zusammen aufwachsen
Erwachsene sollten in ihrer Nähe das Rauchen einstellen.
Den Jahresurlaub in die Allergiezeit legen und verreisen.

Günstig sind meist Ferien im Hochgebirge, an Küstenbereichen oder auf Inseln. Am Meer und auf den Nordsee-Inseln minimieren westliche Seewinde die Beschwerden. Doch wenn der Wind vom Land her weht und die Pollen vom Festland mitbringt, treten auch hier die lästigen Probleme auf. Etwa jeder Dritte Heuschnupfenpatient muss zusätzlich mit einer Nahrungsmittelallergie rechnen, so genannten Kreuzallergien. Menschen, die gegen Haselnuss, Birke oder Erle allergisch sind, sollten auf Hasel-, Para- und Walnüsse sowie auf Mandeln verzichten. Auch Äpfel, Birnen, Kirschen Sellerie, Kiwis, Karotten sollten dann nicht auf dem Speiseplan stehen.