Liebe Leserinnen und liebe Leser,

nicht wenige Zeitgenossen erleben das bevorstehende Weihnachtsfest als Zeit der Krise.

An Krisen mangelt es nicht. In Deutschland, in Bremerhaven und „umzu“. Krisen sollten jedoch nicht als Katastrophen verschrien werden. Krisen sind Konsequenzen vorheriger Versäumnisse. Krisen sind die Quittung für Unterlassungssünden in Wirtschaft und Politik, aber auch in unserem privaten Erleben und Verhalten.

An Kritik mangelt es ebenfalls nicht. Kritik wird oft mit böswilliger Spitzfindigkeit, dem Hickhack von Nörgelei und Besserwisserei verwechselt. Die führen nicht zu positiven Veränderungen. Kritik ist notwendig, um Veränderungen zu erkennen und einzuleiten. Kritik ruft Krisen nicht hervor, sondern sie deckt sie auf. Dabei geht so mancher Erbhof in Konkurs.

Kritik und Krisen sind zwei Seiten einer Medaille! Sie sind immer auch Chancen für Veränderungen, wenn Menschen in der Lage sind, konstruktive Kritik in Handeln umzusetzen. In solchen Zeiten hat das Weihnachtsfest für die meisten Menschen eine besondere Bedeutung: sich trotz Sorgen selbst zu finden.

Christen feiern Weihnachten, Nicht-Christen auch. Wir alle feiern gemeinsam das Weihnachtsfest. Alle Menschen haben Zugang und Vertrauen zu „ihrem“ Gott - jeder nach seiner Fasson. Gegen „Glauben“ kann niemand etwas einwenden. Die drei großen Weltreligionen, das Christentum wie das Judentum und der Islam, sie alle entstammen derselben Wurzel. Allein der Monopolanspruch einer Glaubensrichtung stiftet Unfrieden. Nutzen wir also die Vorweihnachtszeit, um über ein friedliches Zusammenleben nachzudenken.
Von Albert Schweitzer stammt das Zitat: „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“ Nicht immer hat das irdische „Bodenpersonal“ den Inhalt dieser Aussage begriffen und umgesetzt. Nicht nur Christen sollen ihren Nächsten lieben, an den Anderen wirklich glauben, ihn nicht bekehren oder vernichten. Soviel zum Traum von Toleranz.
Weihnachten – eine Zeit der Freude
Das Wichtige ist die Vorfreude! Der Besuch der Kinder, das Treffen mit Verwandten und Freunden, Geschenke in Erwartung des Festes, das alles löst bei den Menschen Gefühle der Freude aus. Hand aufs Herz: „Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich in der Vorweihnachtszeit gefreut?“ Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu bereiten, ist es, zu versuchen, einem Anderen eine Freude zu bereiten.

Weihnachten - eine Zeit der Besinnung
Weihnachten ist die Zeit der intensiven Vorbereitungen, der Geheimniskrämereien, der Gerüche, der Genüsse und der Besinnung. Die Inhalte dieser Besinnung können sehr unterschiedlich sein. Für die Einen ist die Besinnung auf die christlichen Grundlagen von Bedeutung. Andere nutzen die Zeit, um sich an die Vergangenheit, ihre Kindheit zu erinnern. Die Vergänglichkeit des Lebens wird bewusst und in diesen Momenten wird deutlich, dass der Wert des Zusammenlebens in der Familie von besonderer Bedeutung ist. „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Schüren der Flamme“.
Weihnachten - eine Zeit der Wünsche Unser Wunschzettel - nicht nur der Kinder - zeigt häufig die materielle Seite des Weihnachtsfestes auf. Weihnachten ist natürlich auch eine Zeit des Geldes, des Umsatzes geworden. Werbung verstärkt diese Tendenz. Eltern haben Mühe, etwas dagegen zu halten. Viele Menschen nutzen die Vorweihnachtszeit, um Geld auszugeben, das sie nicht haben, für den Einkauf von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen. Mit zunehmendem Alter erkennen wir alle aber unsere wahren Wünsche zunehmend im ideellen Bereich: Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen.
Weihnachten – eine Zeit der Stille und der Gelassenheit
Momente der Stille finden wir allzu selten. Weihnachtszeit bedeutet für viele eine Zeit der Hetze, der Hektik, des Stöhnens über ein zuviel an Belastung, Zu viel ungesunder Stress macht krank. Gehen Sie stattdessen lieber am Deich spazieren, treffen Sie Freunde, genießen Sie ein Glas Wein. Tun Sie, was Sie schon immer einmal tun wollten.

Weihnachten – eine Zeit der Bilanz.
Weihnachten und der Jahreswechsel sind Zeiten, sich zu erinnern, ob die Wünsche und Vorstellungen realisiert und eingelöst worden sind. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise wird die eigene Bilanz nicht immer nur positiv ausgefallen sein. Wir alle müssen begreifen, dass die „guten Zeiten“ vorbei sind, Der langen Phase des Rationalisieren folgt jetzt die Phase des Rationieren. Wir müssen wieder lernen, mehr Verantwortung für uns selbst und für Andere zu übernehmen. Die, denen es besser geht, müssen begreifen, dass sie abgeben und ihren Egoismus dem Gemeinwohl unterordnen müssen. Die, die sich daran gewöhnt haben, vom Staat versorgt zu werden, müssen erkennen, dass sie für die Gestaltung ihres Lebens selbst auch beitragen müssen, um der Gesellschaft notwendige Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen.
Etwas weniger Egoismus hilft gewiss den Bedürftigen. Etwas weniger Privatinteresse hilft aber auch dem Stärkeren selbst. Denn gesunde Verbraucher sind gesunde Kunden und Käufer. Zudem wird unser Gemeinwesen sicherer, lebens- und liebenswerter. Auf den Schultern der Schwachen kann man zwar Profite machen, aber kein Wachstum kreieren. Hochbezahlte Menschen, Meinungsführer und Entscheider in Wirtschaft, Banken und den Parteien, sie irren allzu häufig „ihren“ Regeln entsprechend. Sie sollten mehr auf engagierte Bürger hören. Wo sind die Vorbilder in unserer Stadt? Endlose Gespräche kreisen um drohende Probleme mit dem Ergebnis: „das geht nicht, weil….“. Nur ein Bruchteil dieser Zeit aufgewendet für die Lösungsmöglichkeiten von Problemen wäre effektiver, weitaus produktiver eingesetzt.

Weihnachten - eine Zeit des Glücks
Glück ist auch eine Frage der Bescheidenheit, die Fähigkeit, „sich wegwerfen zu können für einen Augenblick“, mit dem Herzen zu denken. Genießen Sie die stillen Momente, wenn Kinderaugen leuchten, wenn die Familie beisammen ist, wenn Sie gesund sind. Es ist die Zeit des Redens und Schweigens, der Sehnsucht und des Wohlfühlens, Zeit der Liebe und Hoffnung. Die Zeit für sich selbst – und für andere.

FROHE Festtage!

…für Ihre Gesundheit alles Gute
wünscht Ihnen

Ihr Wolfgang Woynar

Herzlichst Ihr Wolfgang Woynar


„Beziehungskiste“

Die Weihnachtszeit bietet willkommene Gelegenheiten, miteinander ins verständnisvolle Gespräch zu kommen. Teilen Sie Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Dialog mit. Geben Sie zugleich Anderen die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge offen darzustellen. Entdecken Sie Ihre Gemeinsamkeiten aufs Neue! Das gilt insbesondere für die Lebenspartner.

Tipps für Ihr gemeinsames Gespräch:
• Schaffen Sie eine positive Gesprächsatmosphäre
• Nehmen Sie sich Zeit mit Ihren Fragen
• Lassen Sie anderen Zeit beim Antworten
• Hören Sie einander gut zu
• Lassen Sie den anderen immer ausreden


So kommen Sie ins Gespräch:
• Wie stellt sich jeder von uns unsere gemeinsame Zukunft vor?
• Wann haben wir das letzte Mal gemeinsam gelacht? Worüber?
• Was haben wir früher gerne gemeinsam unternommen?
• Was magst Du an mir besonders gerne?
• Was ist uns beiden im Leben wichtig?
• Wie oft reden wir miteinander? Worüber?
• In welchen Situationen sind wir gemeinsam glücklich?
• Worüber streiten wir uns? Warum gerade darüber?
• Wie viel Zeit verbringen wir miteinander? Reicht uns das?

Ein willkommenes, zusätzliches Geschenk ist:
„Mein Romantik – Gutschein für DICH!:“
• Romantischen Ausflug zu zweit
• Romantisches Picknick
• Ich koche Dein Lieblingsgericht
• Gemeinsames Frühstück im Bett
• Nacken-, Rücken-, Fußmassage
• Prickelndes Schaumbad
• Für einen Abend ganz nach Deinen Vorstellungen


Dr. med. Wolfgang Woynar
www.gesundheitsforum-bremerhaven.de


der komplette Artikel aus der Nordsee-Zeitung im pdf-Format:

Gesundheitsforum Dezember