Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein Bremerhavener Fischhändler, der Kaufmann Friedrich Busse, begründete 1886 die deutsche Hochseefischerei. Fisch gehört zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Weltbevölkerung. Spitze im Verbrauch sind Isländer und Japaner. In Deutschland geht der Verbrauch nach oben. Viele haben nicht nur im Urlaub in Spanien, Portugal oder Norwegen Fisch schätzen gelernt. Fisch als Leckerbissen ist heute immer und überall verfügbar.
Kopf-Verbrauch von Fischereierzeugnissen liegt in Deutschland bei rund 14 Kilogramm. Nur etwa 15 Prozent der benötigten Rohware stammt aus inländischen Quellen, der Rest wird importiert, dabei hat der Flughafen Frankfurt die einst bekannten See -Häfen abgelöst. Mit 73 Prozent macht der Anteil der Seefische immer noch die größte Quote aus.

Kenner behaupten, es gäbe kein anderes Lebensmittel, das vielfältiger und genussreicher wäre als der Fisch. Grund genug, sich einmal ausschließlich mit dem Thema „Fisch“ auseinander zu setzen. Was also gibt es zum Thema „Gesunde Ernährung“ und FISCH zu berichten?

Fisch ist immer noch bestes Nahrungsmittel: Zwei Mal pro Woche Fisch ist optimal für Ihre Gesundheit. Mit dem Fischkonsum kann das Herzinfarktrisiko gesenkt werden. Denn die beiden Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA können das Risiko einer Herzerkrankung deutlich reduzieren. Besonders empfehlenswert sind fettere Fische wie etwa Lachse und Makrelen. In mageren Fischen wie etwa Dorsch befinden sich deutlich weniger Fettsäuren. (mehr dazu: „Fisch macht vital und fit“)

In der Broschüre „Fisch & Tee“ - ein harmonisches Duett (www.fischinfo.de), die ich Ihnen wärmstens empfehlen möchte, finden Sie eine Reihe von überraschenden Möglichkeiten, Fisch für die heimische Küche neu zu entdecken.

Bekömmliche Spezialitäten verbinden Genuss und gesunde Ernährung.
Just eben haben meine Familie und ich Schellfisch mit einem exotischen 0olong-Risotto zubereitet. „Die interessante Note der Teespezialität Oolong untermalt perfekt das feine Bouquet des mageren Schellfischs mit seinem zarten weißen, leicht blättrigen Fleisch, das reich an Jod ist.“ Alle waren begeistert.

Letzte Woche schon hatten wir Seelachs im Blätterteigkissen mit dem kräftigen Assam-Tee probiert. „Verwandt mit dem Kabeljau kommt der Seelachs als magerer Fisch der ausgewogenen Ernährung zugute. Darüber hinaus enthält das feste Fleisch viel Jod. Der Klassiker der deutschen Küche wird durch den herb-würzigen Geschmack des Assam-Tees neu in Szene gesetzt“, schwärmt fischinfo. Die Leute haben Recht!

Dagegen haben Austern, die nur einen Rohproteingehalt von ca. neun Prozent haben, ernährungsphysiologisch keine Chance. Zumal sie auch noch den höchsten Zinkgehalt aller Meerestiere enthalten. Ob da der neueste Schrei, die armen Kreaturen mit Viagra zu füttern und exklusiv an zahlungskräftiges Klientel zu vermarkten, Wunder bewirkt, wage ich zu bezweifeln. Aber Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Verena, eine meiner Praxisperlen, bringt den Begriff Fisch auf den Punkt: „Eiweiß, das gibt Tinte auf den Füller“ Sie muss es schließlich wissen, denn sie heiratet im August.


Für Ihre Gesundheit alles Gute
Wünscht Ihr Wolfgang Woynar

Herzlichst Ihr Wolfgang Woynar

Fisch als Teil gesunder Ernährung

Fisch - vital und fit

Bereits in einer älteren wissenschaftlichen Studie war aufgefallen, dass die Häufigkeit von Herzinfarkten bei Eskimos extrem niedrig ist. Auch neuere Studien weisen darauf hin, dass die Anzahl von Herzinfarkten und Schlaganfällen zum Beispiel in Japan deshalb so gering ist, weil Japaner traditionell reichlich Fisch essen. Vergleichsweise wesentlich weniger oft kommt in Europa Seefisch auf den Teller. Im Süden Deutschlands weniger als im Norden. Bei uns spielen Herz-Kreislauferkrankungen die wesentliche Todesursache. Diese traurige Bilanz könnte folglich wesentlich verbessert werden, wenn wir alle immer öfter immer mehr Seefisch essen würden.

Studien zum Einfluss von Kostformen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, zeigen erstaunlich gleichlautende Daten.

• Die Häufigkeit tödlicher Herzinfarkte ist übereinstimmend signifikant verringert.
• Selbst bei Patienten nach abgelaufenem Infarkt bewirken hochkonzentrierte Omega-3-Fettsäuren (84 % EPA/DHA) und eine optimale medikamentöse Sekundärprävention (ACE-Hemmer, Betablocker, ASS, Statine) eine zusätzliche Mortalitätsreduktion. Dabei ist eine optimale Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks zwingend erforderlich.

Zudem gibt es bemerkenswerte Anzeichen dafür, dass regelmäßiger Verzehr von Seefisch Magen-Darm Krankheiten wie Dickdarmkrebs vermindern könnte.
Erkrankungen, bei denen Entzündungsprozesse eine Rolle spielen, wie Rheuma, werden weniger häufig diagnostiziert bei Menschen, die häufiger Fisch essen. Kaum jemand bezweifelt heute ernsthaft, dass es einen Zusammenhang zwischen der Frequenz von Seefisch Verzehr und einigen chronischen Erkrankungen gibt.

Warum ist Fisch so gesund?
Die beiden wichtigsten Fettsäuren in Meeresfischen sind die zwei hochungesättigten Fettsäuren EPA und DHA, die nur in Meerestieren (Fische, Wale Robben) natürlich vorkommen.

• Die Omega 3 (Fischöle) wirken positiv auf die Sauerstoffversorgung der Zellen und förderlich auf die Arbeitsleistung der Muskulatur.
• Beim Kampf gegen Alterungsprozesse spielen sie ebenfalls eine gewichtige Rolle am Gehirn.
• Daneben hat Omega 3 eine entzündungshemmende Wirkung auf Darm, Gelenke, Niere und Haut.

EPA / DHA wirkt stabilisierend auf die Plaques (Verkalkungsherde) der Gefäße. Das stellt möglicherweise einen der Schutzmechanismus für Herz und Kreislauf dar. Auch gefährliche Herzrhythmusstörungen werden positiv beeinflusst.
Meeresfische enthalten zudem wichtige Aminosäuren und diese in hoher Konzentration. Zum Beispiel ist Taurin außerordentlich wichtig für die Entwicklung des fötalen Gehirns!

Fisch ist reich an den Vitaminen A, E, B2, 6 und 12 und enthält viel Kalium
Die dunkle (rote) Muskulatur der Fische ist vitaminreicher als die helle (weiße).

Seefische sind unsere bedeutendste Quelle für eine natürliche Selenzufuhr. Selen macht Radikale, die mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht werden, unschädlich. In einem Land mit Ackerböden, die Selenmangel aufweisen, nicht unbedeutend.

Einen besonders hohen Jodgehalt weist die Haut von Fischen auf. Die sollten Sie, wenn möglich, mitverzehren.

Durch den regelmäßigen Verzehr von frischem Fisch sinkt also nicht nur das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken. Vielfältige Stoffwechselprozesse werden positiv durch Omega-3-Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren, die in den Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering und Lachs enthalten sind, beeinflusst.

Wenn es darauf ankommt, brauchen Sie die richtige Ernährung. Ganz gleich, ob Sie
beweglich bleiben wollen und geistig präsent. Oder ob Sie sich lange anhaltend konzentrieren müssen. Viele Gründe, weshalb Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein bis zweimal pro Woche man 150 bis 200 Gramm Fisch essen sollte.


Dr. med. Wolfgang Woynar
Arzt für Allgemeinmedizin


Die ernährungsphysiologisch wichtigsten Bestandteile in Meeresfischen
• Leichte Verdaulichkeit, da geringer Bindegewebsanteil
• Ausgewogene Zusammensetzung an essentiellen Aminosäuren,
• hoher Gehalt an der Aminosäure Taurin (wichtig für Aufbau des fötalen Gehirns)
• In Magerfisch niedriger Fettanteil,
• in Fettfischen hoher Gehalt an hochungesättigten Fettsäuren wie EPA und DHA
• Niedriger Gehalt an Cholesterol
• Hoher Eiweißgehalt
• Keine Kohlenhydrate
• Hoher Gehalt an den essentiellen Elementen Selen und Jod.
Das sind gewichtige Argumente für mehr Fischkonsum!


Einige neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und Befunde zum Fischverzehr
weisen darauf hin,
dass die Gefahr an Altersdemenz zu erkranken, bei erhöhtem Fischkonsum desto geringer wird. Ebenfalls lassen sich verschiedene mentale Erkrankungen durch erhöhte Zufuhr von langkettigen hochungesättigten Fettsäuren positiv beeinflussen: z.B. Depressionen. Insbesondere nach der Geburt sind Depressionen umso seltener je höher der mütterliche DHA Status ist. Doch auch Stress und Aufmerksamkeitsdefizite lassen sich durch mehr Seefisch positiv beeinflussen. Untersuchungen zur Schizophrenie und zu Erkrankungen im Bereich Autismus weisen in die gleiche Richtung.

Weitere wichtige Informationen erhalten Sie im Internet unter www.fischinfo.de